Käsiges Geschmackserlebnis am Kavar Stausee

Traditionell hergestellten Käse finden Sie am Kavar Stausee. Im Dorf Kolbaşı werden selbst erzeugte Produkte verkauft, darunter leckerer Kräuterkäse.

Der traditionelle Käse in Kavar

Auf der Strecke des 15 km langen Kavar Stausees liegen sechs Dörfer von Tatvan bis Van: Tokaçlı / Kurtıkan, Dibekli / Sülü, Bolalan / Şamînîs, Kolbaşı / Avetaks, Düzcealan / Çorsin, Yassıca / Ünsüz. Nach Tatvan führt die Straße geradeaus durch den grünen Stausee, an dem drei Dörfer und fünf Weiler stehen.

Eine Region im Wandel

Aufgrund eines Konflikts in den 90ern wurden die Dörfer neben dem Stausee evakuiert, die Mehrheit wanderte in die großen Städte aus. Als die Dorfbewohner Anfang der 2000er Jahre in ihre Gemeinden zurückkehrten, entwickelten sie verschiedene Projekte für Landwirtschaft, Imkerei und Pflanzenproduktion – das ländliche Leben lebte wieder auf. Dank der Unterstützung der Stiftung Hüsnü Özyeğin und der Entwicklungsagentur für Ostanatolien, wurde 2008 eine Genossenschaft eröffnet. Am Ortseingang von Kolbaşı können die hergestellten Produkte gekauft werden.

Wie wird der Kräuterkäse hergestellt?

In der Nähe des Stausees wurden früher hauptsächlich Schafe gemolken, heute werden Rinder gezüchtet. Das Milchsammelzentrum wurde 2010 gegründet und nahm im Frühjahr 2011 seinen Betrieb auf. In der Stadt wird einfacher Käse hergestellt oder durch Zugabe von Kräutern zum Quark. Auf zwei Arten reift der Käse – entweder durch Druck oder einlegen.

Im Mai wird die Schafsmilch abgetropft und mit Hefe fermentiert. Anschließend wird die Substanz mit Tüchern umwickelt und zum Ruhen eine Stunde lang in einen Topf gelegt. Nach einer Stunde ist aus der Milch Quark geworden, es schwimmt eine gelbliche, wasserähnliche Textur auf der Oberseite. Soll der Käse mit Kräutern verfeinert werden, werden sie vor dem Formen des Quarks hinzugefügt. Es gibt viele, verschiedene Kräuter, die Sie verwenden können, jedoch immer nur eine Sorte.

Anschließend wird der Quark gebrochen, gründlich mit Kräutern vermischt und in ein dünnes Tuch geleert. Die Öffnung des Beutels muss fest verschlossen sein, danach kommt ein schwerer Stein darauf. Für 12 Stunden ruht der Quarkbeutel, damit die Flüssigkeit austreten kann. Nach der Wartezeit ist die Masse zu Käse geworden und servierfertig.

Eine Alternative ist den Käse einzulegen. Dafür geben Sie den fertigen Käse in eine Schüssel, fügen salziges Wasser hinzu und lassen das Milchprodukt einen Tag darin ziehen. Nach Belieben können Sie auch Rote Beete ins Wasser geben. Das ist eine traditionelle Art und Weise mit reichlich Geschmack.

Probieren Sie es aus – wir wünschen Ihnen eine interessante Zeit im Dorf und eine tolle, geschmackliche Erfahrung mit der Käseherstellung.

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